Österreichische Wissenschaftsrat

Empfehlungen / Stellungnahmen

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2018

Der Österreichische Wissenschaftsrat  widmet sich erneut der Exzellenz in der Wissenschaft. Auf Grundlage ausgewählter Länderbeispiele und der Analyse der Stärken wie Schwächen dieser Programme legt der Wissenschaftsrat hiermit seine Empfehlung für die Aufsetzung eines Exzellenzprogramms für Österreich vor.




Die Analyse des Österreichischen Wissenschaftsrates aus dem Jahr 2009 sowie sein kontinuierliches Monitoring der Vergabe von Fördergeldern in den vergangenen Jahren haben aufgezeigt, dass die österreichische Forschungsförderungslandschaft kleinteilig, von Mehrfachstrukturen geprägt und insgesamt zu wenig strategisch ausgerichtet ist.

 

2017

Reputation und Anziehungskraft des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts und damit die Zukunft des Landes Österreich hängen von der Qualität, der internationalen Vergleichbarkeit und den Schwerpunktsetzungen in Forschung, Wissenschaft und Bildung ab. Für die neue Bundesregierung wird daher eine wichtige Herausforderung darin bestehen, diese Bereiche mit ihren unmittelbaren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das gesellschaftspolitische Gefüge des Landes fördernd zu steuern. Als Eckpunkte und Handlungsanleitung für ein Regierungsprogramm in der XXVI. Legislaturperiode empfiehlt der Österreichische Wissenschaftsrat die folgenden Punkte. Die Notwendigkeit gesetzlicher Änderungen, die sich aus den Forderungen ergeben, ist entsprechend zu prüfen.





2016

Die wachsende Rolle und Sichtbarkeit der Privatuniversitäten in Österreich hat den Wissenschaftsrat veranlasst, sich nun auch mit dieser Thematik historisch und wissenschaftspolitisch auseinanderzusetzen. Die Stellungnahme untersucht die Entwicklung der Privatuniversitäten, wie sie international und in Österreich von statten geht. Sie reflektiert die Verortung dieser in der europäischen akademischen Kultur neuen Hochschulform unter Berücksichtigung der aktuellen Differenzierungsdebatte und würdigt ihr innovatives Potential durch qualitätssichernde Maßnahmen.

Gemäß seiner gesetzlich geregelten Aufgaben analysiert der Österreichische Wissenschaftsrat die jeweils aktuellen Leistungsvereinbarungen zwischen dem Bund und den Österreichischen Universitäten. Die Stellungnahme fasst die Ergebnisse dieser Analyse zusammen und stellt den Entwicklungsplan als wesentliches Element der Hochschulautonomie und die Leistungsvereinbarung als Instrument ihrer strategischen Steuerung zur Diskussion.

Die Analyse und ihre abschließenden Empfehlungen zur "Klinischen Forschung in Österreich" stellen jene Faktoren dar, die, unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des österreichischen Gesundheitswesens und internationaler Standards, für die Weiterentwicklung einer exzellenten Universitätsmedizin und damit einer exzellenten Gesundheitsversorgung am Wissenschaftsstandort Österreich förderlich oder hemmend sind.

2015

Der Österreichische Wissenschaftsrat nimmt in Form eines Weißbuchs und einer konkreten Utopie zur aktuellen Entwicklung des österreichischen Hochschul- und Wissenschaftssystems Stellung. Aufgezeigt werden jene Herausforderungen und Probleme, die dafür verantwortlich sind, dass die österreichischen Universitäten und Hochschulen nicht den Platz einnehmen, den sie international gesehen erreichen könnten. Analysiert wird, welche Probleme das österreichische Wissenschafts- und Hochschulsystem noch immer hartnäckig begleiten.

Der Österreichische Wissenschaftsrat schließt sich nach ausführlichen Diskussionen in der Hochschulkonferenz zur Förderung nicht-traditioneller Zugänge im Hochschulsektor der Stellungnahme der Uniko zum vorliegenden Konsultationsdokument an.




Der Österreichische Wissenschaftsrat nimmt im Folgenden zu der zur Begutachtung ausgesandten UG-Novelle Stellung. Die Stellungnahme beschränkt sich angesichts der Vielzahl der angesprochenen Regelungsbereiche auf jene Gesichtspunkte, die dem Wissenschaftsrat wesentlich erscheinen, insbesondere vor dem Hintergrund der vom Wissenschaftsrat in den letzten Jahren verabschiedeten Empfehlungen.




2014

Der Österreichische Wissenschaftsrat hat seine Empfehlungen zur Nutzung der Bildgebung an den Medizinischen Universitäten in Graz, Innsbruck und Wien vorgelegt. Lob für Forschungsleistung der Medizinischen Universitäten zu den Bildgebenden Verfahren, Kritik an der Auslastung der teuren Geräte. Die Kosten relativieren sich erst bei effizienterer Nutzung.
Der Übergang von der Schule zur Hochschule stellt Studierende vor völlig neue Herausforderungen: es gilt, sich in einer Welt mit noch unbekannten intellektuellen und administrativen Spielregeln zurechtzufinden. Dieser Orientierungsphase des Übergangs wird zunehmend Bedeutung beigemessen, denn weitreichende, auf dem Hintergrund eines fordernden Arbeitsmarktes schwierige individuelle Entscheidungen zu nachhaltigen Bildungs- und Ausbildungswegen müssen getroffen werden.
Der Österreichische Wissenschaftsrat hat seine jüngste Empfehlung zur Stärkung der universitären Gerichtsmedizin in Österreich vorgestellt. Fehlende Stellen für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses (trotz hohem Interesse der Studierenden an gerichtsmedizinischen Themen), sinkende Obduktionszahlen (damit einhergehend: sinkende Aufklärungsquoten) und Einigungsschwierigkeiten zwischen Bund und Ländern (hier vor allem in Wien) für die Abgeltung universitärer Obduktions- und sonstiger forensischer Analysetätigkeiten nehmen dem Fach die Bedeutung, die es auf Grund seiner zentralen Vermittlerposition zwischen moderner Medizin und Rechtswissenschaften hat.
Scharf kritisiert der Wissenschaftsrat die wachsende Zunahme von überbordend besetzten und immer häufiger eingesetzten Gutachterkommissionen, von administrativ und finanziell aufwändigen Evaluationsverfahren ohne Konsequenz und den inflationären und unreflektierten Einsatz von Bilanzen, Ratings und Rankings in der Wissenschaftsbewertung. „Man muss wissen, was man messen will, welche Instrumente man dafür sinnvoller Weise benutzt und, vor allem: in welchem Kontext die Ergebnisse zu bewerten sind“, so Jürgen Mittelstraß, der Vorsitzende des Wissenschaftsrates. Der Wissenschaftsrat hat die gängigen internationalen Methoden der Wissenschaftsbewertung untersucht und legt - für den fortschrittlichen Gebrauch dieser Messinstrumente - Empfehlungen für Politik und Wissenschaft vor.
Vor dem Hintergrund der Diskussion um ein Promotionsrecht für die Donau-Universität Krems und die Fachhochschulen empfiehlt der Österreichische Wissenschaftsrat, das Promotionsrecht wie bisher ausschließlich bei den Universitäten zu belassen, aber die Kooperation mit den Fachhochschulen im Forschungsbereich, einschließlich gemeinsamer Promotionsprogramme, auszubauen.

2013

Der Österreichische Wissenschaftsrat nimmt, entsprechend seiner gesetzlich geltenden Aufgaben, seit dem Jahre 2006 zu den Leistungsvereinbarungen zwischen Bund und den im UG 2002 verankernden Universitäten analysierend und empfehlend Stellung. Die Leistungsvereinbarung stellt ein wesentliches Element der Hochschulautonomie dar; sie soll den Wettbewerb, aber auch die Kooperation zwischen autonomen Universitäten fördern, der langfristigen budgetären Planungssicherheit dienen und die dafür notwendigen strategischen Schwerpunktsetzungen über eine belastbare Verbindung mit entsprechenden Entwicklungsplänen der Universitäten herstellen.
Governance und Partizipation - Empfehlung zur Fortentwicklung der österreichischen Universität (November 2013)

Unter dem Titel „Governance und Partizipation“ steht diesmal die autonome Universität und ihre innere Verfasstheit im Zentrum. Analysen zur Entscheidungs- und Personalstruktur der Universität nach dem UG 2002, zu den Möglichkeiten akademischer Karriere und der Mitbestimmung führen zu einem Bündel an umfassenden Empfehlungen, die universitäre Führungsverantwortung und Demokratisierung gleichermaßen in den Blick nehmen.

Der österreichische Wissenschaftsrat legt Empfehlungen zur weiteren Entwicklung der kardiovaskulären Forschung und Lehre an den Medizinischen Universitäten Graz, Innsbruck und Wien vor. Für die Durchführung der Analyse in diesem speziellen Themenbereich wurde die kardiovaskuläre Expertise von Prof. Thomas Eschenhagen, Sprecher des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und Leiter am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und seinem Gutachterteam in Anspruch genommen.
Der Wissenschaftsrat begrüßt die allgemeinen Zielsetzungen des Reformkonzepts, namentlich die inhaltliche Aufwertung und (weitere) Akademisierung des Lehrberufs unter Sicherstellung der wissenschaftlichen und berufsfeldbezogenen Qualifikation sowie die Harmonisierung der Ausbildung an Pädagogischen Hochschulen und an den Universitäten.

 

Das Konzept der JKU Linz für eine Medizinfakultät konzentriert sich auf einen zusätzlichen Ausbildungsbedarf an Ärzten. Abgesehen davon, dass dieser Ärztebedarf in Österreich nicht eindeutig nachgewiesen ist, fehlen in dem Konzept konkrete Maßnahmen, wie die Weiterbildung und die berufliche Tätigkeit von Ärzten an einem Klinikum attraktiver gestaltet werden sollen, um die Abwanderung in nicht kurative Tätigkeitsfelder der Medizin oder ins Ausland zu verhindern.

 

2012

Orientiert an wissenschaftlichen und gesundheitspolitisch relevanten Themenstellungen hat der Medizinische Ausschuss nach den Empfehlungen zur Onkologie an den Medizinischen Universitäten Innsbruck, Wien und Graz (2009) nun die klinischen Neurowissenschaften an den drei Medizinischen Universitäten einer Analyse unterzogen.
Der Wissenschaftsrat empfiehlt im Rahmen der geplanten gesamtösterreichischen Infrastrukturstrategie, den Ausbau der Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften durch langfristige, an wissenschaftlichen Wettbewerbskriterien ausgerichtete Förderprogramme zur kooperativen Nutzung von Forschungsinfrastrukturen voranzutreiben.
Um die Grundlagenforschung in Österreich nachhaltig zu fördern und ihr den richtigen Ort zuzuweisen sowie die dafür notwendigen politischen Entscheidungen zu treffen, bedarf es weitreichender finanzieller, forschungspolitischer und institutioneller Maßnahmen, aber auch einer semantischen Klärung.
Aus der Darstellung der komplexen und seit Jahren ungelösten Problematik des KMA lassen sich ganz unterschiedliche, sich teils ergänzende und überschneidende, teils gegensätzliche Lösungsansätze ableiten. Sie sollen hier nicht abschließend bewertet werden, sondern als Grundlage für eine offene Diskussion zwischen den Stakeholdern dienen.
Nach seinen Empfehlungen zu Perspektiven der österreichischen Universitäten und des österreichischen Wissenschaftssystems hat der Österreichische Wissenschaftsrat das Verhältnis zwischen den Universitäten und den Fachhochschulen in den Blick genommen.

2011

Der Wissenschaftsrat warnt vor einer Stagnation der Universitätsentwicklung
Gefahren für die Fortsetzung eines erfolgreichen Weges - Stillstand oder Rückschritt drohen - Falsches Signal für die österreichische Wissenschaftspolitik.
Der Österreichische Wissenschaftsrat hat in seiner Empfehlung „Universität Österreich 2025“ (2009) darauf hingewiesen, dass auch der militärische tertiäre Bildungs- und Ausbildungsbereich in eine geeignete Struktur nach der Bologna-Studienreform überführt werden sollte, gegebenenfalls auch unter verstärkter Berücksichtigung des Forschungsaspekts.

2010

Der Österreichische Wissenschaftsrat begrüßt grundsätzlich die mit der Novelle vorgeschlagenen Regelungen und nimmt wie folgt Stellung.
Die Kriterien der Analyse beziehen sich, wie bei der ersten Stellungnahme, auf die rechtliche Grundlage der Leistungsvereinbarungen (§ 13 UG 2002) und auf die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen im entsprechenden Dokument „Entwicklungsplan“ und „Leistungsvereinbarung“ und setzen diese miteinander in Bezug.
Der Wissenschaftsrat nimmt zur Bedeutung der Grundlagenforschung und ihrer Förderung wie folgt Stellung.
Im Dialog Hochschulpartnerschaft standen, ausgelöst durch die Proteste der Studierenden im Herbst 2009, zentrale Fragen zur Orientierung und Weiterentwicklung des tertiären Sektors im Mittelpunkt.
In der Diskussion über ein zukünftiges Governance-System, das auch neue Formen der Partizipation von Lehrenden und Studierenden an Österreichs Universitäten einschließt, wird immer wieder auf ein sogenanntes „Faculty-Modell“ Bezug genommen, das sich an anglo-amerikanischen Vorbildern orientieren soll. Die folgende Stellungnahme soll der Klärung des hier verwendeten Faculty-Begriffs und seiner Anwendung auf österreichische Verhältnisse dienen.
Rahmenprogramme (RP) sind die wichtigsten Finanzierungsinstrumente, mit denen die Europäische Union Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in fast allen wissenschaftlichen Disziplinen fördert.

2009

Diese umfassende Empfehlung des Wissenschaftsrates soll als Grundlage für strategische Überlegungen zu einem leistungsfähigen tertiären Bildungssystem in Österreich dienen und der Wissenschafts- und Hochschulpolitik sowie den österreichischen wissenschaftlichen Einrichtungen als unabhängige Expertenmeinung an die Hand gegeben werden.
Der Österreichische Wissenschaftsrat beteiligt sich am Konsultationsverfahren des BMWF zur Frage der Einrichtung eines Gesetzes für externe Qualitätssicherung und einer Österreichischen Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung. Die diesbezügliche Stellungnahme lesen Sie hier.
Der Medizinische Ausschuss des Wissenschaftsrates hat sich mit der Krebsforschung an den drei Medizinischen Universitäten befasst. Im Mai 2009 hat das Plenum des Wissenschaftsrates seine "Empfehlungen zur Onkologie an den Medizinischen Universitäten Innsbruck, Wien und Graz" beschlossen, die sich vor allem an die drei Medizinischen Universitäten, die Forschungsförderer und das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung richten.
Drei Jahre lang begleitete der Österreichische Wissenschaftsrat die Implementierung des UG 2002 an den staatlich finanzierten Kunstuniversitäten, die zahlreiche neue Herausforderungen brachte. Mit seinen Analysen und Empfehlungen sucht der Wissenschaftsrat diese Herausforderungen, die sich im innerösterreichischen Verhältnis wie international stellen, näher zu identifizieren und Vorschläge zu machen, deren Befolgung geeignet ist, den Ruf, die Stellung und den Einfluss der österreichischen Kunstuniversitäten auch in Zukunft weltweit zur Geltung zu bringen.

2008

Nach der Implementierung des UG 2002 wurde immer wieder die Forderung nach einem „Gesamthochschulentwicklungsplan“ für Österreich laut. Als ersten Anstoß legt der Wissenschaftsrat „Perspektiven des österreichischen Hochschul- und Wissenschaftssystems“ vor. Mit ihnen lädt er zu einem Dialog mit allen Stakeholdern, insbesondere mit den Universitäten, ein. Sie sollen einen Prozess einläuten, der auch über die zweite Runde der Leistungsvereinbarungen hinaus seine Wirksamkeit entfalten wird.
Der Österreichische Wissenschaftsrat hat 10 Eckpunkte zur österreichischen Universitäts- und Wissenschaftspolitik in der 24. Legislaturperiode formuliert. Er hat sie den verhandelnden politischen Parteien übermittelt und darum gebeten, diese in den Verhandlungen zur Regierungsbildung und im Regierungsprogramm für den Bereich Bildung und Forschung zu berücksichtigen.
Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung eröffnete mit Schreiben von 13. Juni 2008 den Begutachtungsprozess zum Universitätsrechts-Änderungsgesetz. Der Wissenschaftsrat hat den Entwurf dieses Gesetzes, das neben dem UG 2002 auch die Änderung des B-VG, die Aufhebung von Bestimmungen des UOG 1993, des KUOG und des UniStG betrifft, in seiner Plenarsitzung am 9. Juli 2008 ausführlich beraten und nachstehende Stellungnahme an Ministerium und Parlament übermittelt.
Mit Schreiben des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung von 26. März 2008 wurde der Wissenschaftsrat aufgefordert, sich in das österreichische Konsultationsverfahren zum Nationalen Qualifikationsrahmens einzubringen und eine Stellungnahme zum vorliegenden Konsultationspapier insbesondere für den tertiären Bereich abzugeben. Dem hat der Wissenschaftsrat mit beiliegender Stellungnahme Folge geleistet.
Ergänzend zu seinen generellen „Empfehlungen zur Neuordnung des Universitätszugangs in Österreich“ (Juni 2007) nimmt der Wissenschaftsrat speziell zur Regelung des Zugangs zu den Master- und Doktoratsstudien Stellung und empfiehlt der Bundesregierung und den Universitäten konkrete Maßnahmen.
Ergänzend zu seinen „Eckpunkten zur Novellierung des UG 2002“ (November 2007) nimmt der Wissenschaftsrat zu der im Regierungsprogramm der 23. Gesetzgebungsperiode vorgesehenen Änderung der Kurienstruktur Stellung und schlägt ein neues Konzept der Mitverantwortung vor.

2007

Der Wissenschaftsrat hat einige Eckpunkte formuliert, die in der anstehenden Novellierung des UG 2002, weil von eher grundsätzlicher Bedeutung, Berücksichtigung finden sollten. In den dem Wissenschaftsrat wesentlich erscheinenden Punkten legt der Rat konkrete legistische Formulierungsvorschläge vor.
Mit Schreiben vom 13. April 2007 hat der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung den Wissenschaftsrat um Beantwortung folgender Fragen gebeten, (1) was unter Exzellenz in der Forschung zu verstehen sei, (2) wo in der österreichischen Forschung eine Exzellenzentwicklung erkennbar sei bzw. Potentiale zu einer solchen Entwicklung gesehen werden und (3) wie eine derartige Entwicklung und entsprechende Potentiale gefördert werden könnten. Der Wissenschaftsrat hat diese Fragen in Form einer Stellungnahme beantwortet.
Mit Schreiben von 10. Mai 2007 hat das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung den Wissenschaftsrat aufgefordert, Beiträge und Vorschläge zur Weiterentwicklung des UG 2002, wie im Regierungsprogramm für die XXIII. Gesetzgebungsperiode vorgesehen, zu übermitteln.
Die offene Frage des Zugangs zum Medizinstudium, ausgelöst durch das EuGH-Urteil vom Juli 2005, und das Auslaufen der bestehenden Zulassungsbeschränkungen nahm der Wissenschaftsrat zum Anlass, sich grundsätzlich mit der Frage des Universitätszugangs in Österreich zu befassen. Das UG 2002 bedeutet die wesentlichste Reform des universitären Sektors. Eine Neuregelung des Hochschulzugangs ist in diesem Zusammenhang eine notwendige Konsequenz dieser viel beachteten österreichischen Universitätsreform. Seine Empfehlungen richtet er an den Gesetzgeber und die Bundesregierung sowie an die Universitäten.
Der Österreichische Wissenschaftsrat hat sich mit Fragen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Österreich beschäftigt. Seine Empfehlungen, die sich an Bundesregierung und Universitäten richten, konzentrieren sich auf "Qualifizierende Doktoratsstudien" einerseits sowie auf "Leistungsorientierte Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs" andererseits.
Mit der Verabschiedung des Grünbuchs zum Europäischen Forschungsraum im April 2007 setzte die Europäische Kommission eine breite Debatte innerhalb der Institutionen und in der Öffentlichkeit über die Zukunft der Europäischen Forschungspolitik in Gang. Die Ergebnisse der Debatte will sie zur Vorbereitung von Initiativen nutzen, die 2008 vorgeschlagen werden sollen. Der Österreichische Wissenschaftsrat hat im Rahmen der Online-Konsultation eine Stellungnahme abgegeben.
2006 wurde zum ersten Mal über das Budget der Universitäten in Form von Leistungsvereinbarungen zwischen den Universitäten und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (jetzt Ministerium für Wissenschaft und Forschung) verhandelt. Damit gewann ein wesentliches Reformelement des UG 2002, in dem sich die neue Autonomie der Universitäten bewähren muss, institutionelle Geltung.

2006

Der Wissenschaftsrat hat die Überlegungen zur Errichtung eines "European Institute of Technology (EIT)" verfolgt und steht dem Vorhaben aus grundsätzlichen wie wissenschaftssystematischen Gründen überaus skeptisch gegenüber.
Der Wissenschaftsrat richtet 10 Eckpunkte zur österreichischen Wissenschafts- und Forschungsentwicklung in der kommenden Legislaturperiode an die im Nationalrat vertretenen Parteien sowie an die Bundesministerin für Wissenschaft, Bildung und Kultur.
Nach Vorlage einiger grundsätzlicher Überlegungen zur Universitätsfinanzierung aufgrund des Universitätsgesetzes 2002, nimmt der Wissenschaftsrat vor Beginn der Verhandlungen zwischen Ministerium und Universitäten zum konkreten Umgang mit dem Instrument der Leistungsvereinbarung Stellung.
Die bevorstehende Änderung des Universitätsgesetzes aufgrund des Antrags 752/A der Abgeordneten Dr. Brinek, Dr. Bleckmann, Kolleginnen und Kollegen sowie ein allfälliger Abänderungsantrag zu diesem Antrag im Zusammenhang mit Fragen der Universitätszulassung nimmt der Österreichische Wissenschaftsrat zum Anlass, auf weiteren Änderungsbedarf des Universitätsgesetzes im Bereich der Doktoratsstudien hinzuweisen.

2005

Der Wissenschaftsrat betont in seiner Empfehlung die Bedeutung eines transparenten, homogenen Verhandlungsprozesses und den Willen, die Entwicklungsplanung der Universitäten zu unterstützen. Leistungsvereinbarungen sollten nicht zu detailliert sein, um autonome Handlungsspielräume der Universitäten zu wahren, gleichzeitig sollten sie aber so konkrete Ziele beinhalten, dass deren Erreichung über entsprechende Maßnahmen überprüft werden kann.
Der Österreichische Wissenschaftsrat setzt sich mit Fragen der Universitätenfinanzierung durch Leistungsvereinbarungen auseinander. Dieses Steuerungs- und Allokationsinstrument wurde durch das Universitätsgesetz 2002 neu eingeführt und ist im Wesentlichen in § 13 UG verankert.
Angesichts des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (07.Juli 2005) betreffend die Zulassung ausländischer Studierender in Österreich spricht sich der Österreichische Wissenschaftsrat dafür aus, den Universitäten die Möglichkeit zu geben, Zulassungsbeschränkungen in den betroffenen Fächern einzuführen.
Der österreichische Wissenschaftsrat befasst sich auf Ersuchen des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Standortfragen und dem Aufgabenspektrum des Faches Astronomie/Astrophysik in Österreich.
Der Österreichische Wissenschaftsrat empfiehlt die Einrichtung eines Mitteleuropäischen Wissenschaftszentrums Wien und stellt die wichtigsten Voraussetzungen und Elemente einer derartigen Neugründung dar.
Der Österreichische Wissenschaftsrat nimmt zu Fragen der Rechtsstellung der Universitäten in dem am 12.1.2005 vorgestellten Entwurf für eine neue Bundesverfassung Stellung.

2004

Zur Änderung der Studienbeitragsverordnung nimmt der Wissenschaftsrat im Begutachtungsverfahren Stellung und hinterfragt die "Entwicklungshilfe" der Universitäten.
Der Österreichische Wissenschaftsrat setzt sich gemäß seinem gesetzlichen Auftrag, Vorschläge in Fragen der Wissenschaftspolitik zu erstellen und dabei auch europäische und internationale Entwicklungen einzubeziehen, mit in Europa bestehenden Indikatormodellen auseinander und leitet daraus Schlussfolgerungen für ein österreichisches Modell in prospektiver Form ab.
Bezogen auf die bisherigen Bemühungen um Reformen im österreichischen Universitätswesen begrüßt der Wissenschaftsrat das Programm "Vorziehprofessuren" des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst. Er sieht in ihm ein besonders vielversprechendes und rasch wirkendes Instrument zur Förderung einer zukunftsfähigen Universitätsentwicklung in Österreich.
Der Österreichische Wissenschaftsrat diskutiert noch ungeklärte Punkte im Universitätsgesetz 2002. Zu dem Punkt Haftungsfragen gibt er eine Zusammenfassung des Rechtsgutachtens weiter, welches Prof. Krejci im Auftrag des bm:bwk über Haftungsfragen zum Universitätsgesetz 2002 verfasst hat.