Wissenschaftsrat

Vom Messen und gemessen werden: Positionspapier des Österreichischen Wissenschaftsrates

05/10/2020

In seiner neuesten Publikation befasst sich der Österreichische Wissenschaftsrat mit den Potentialen und Grenzen bibliometrischer Methoden.

Im Laufe der vergangenen Jahre widmete sich der Wissenschaftsrat nicht nur Metrik basierten Methoden selbst, sondern brachte diese im Rahmen seiner Arbeiten in unterschiedlicher Intensität auch zur Anwendung: so in der Studie zur Klinischen Forschung in Österreich, in der gemeinsam mit dem Wissenschaftsfonds – FWF durchgeführten Studie „Standortbestimmung der Bildungsforschung in Österreich“ sowie in der Analyse der Informatik in Österreich (der finale Bericht wird derzeit erarbeitet).

Die vorliegende Publikation hat nicht zum Ziel, das „bibliometrische Rad“ neu zu erfinden, vielmehr sollen die Grundlagen und neuesten Entwicklungen der Methodik dargelegt und bewertet werden. Es soll ein Überblick über die Einbettung der Methodik in den institutionellen Alltag österreichischer und internationaler Hochschulen geboten werden, um somit ein besseres Verständnis des gegenwärtigen Stellenwerts der Bibliometrie und ihres möglichen Nutzens zu erhalten.

Im Sinne der Selbstreflektion soll aber auch nachgezeichnet werden, wie eine Institution, deren Ziel die systemische Beobachtung und Beratung ist, eine bestimmte Methode lernend in ihre Arbeit integriert. Insofern stellt dieser Text in gewisser Weise einen Tätigkeitsbericht des Wissenschaftsrates zur Thematik „datenbasierte Analyse des österreichischen Wissenschaftsraums“ dar.

Ein verantwortungs- und sinnvoller Einsatz Metrik basierter Methoden setzt voraus, deren Beschränkungen und Potentiale gleichermaßen zu kennen und zu würdigen, weshalb eine kritische Reflexion zentraler Erkenntnisse hinsichtlich bibliometrischer Analysen sowie deren Bedeutung für die Forschungsevaluation erfolgt. Vor diesem Hintergrund hat sich der Wissenschaftsrat zum Ziel gesetzt, eine nicht als abschließend zu betrachtende Einschätzung über die Anwendungs­bereiche, Potentiale und Grenzen bibliometrischer Methoden zur Analyse des wissenschaftlichen Outputs auf unterschiedlichen Ebenen vorzulegen. Gleichermaßen jedoch behält sich der Wissenschaftsrat auch mit Blick auf bereits bestehende Dokumente mit empfehlendem Charakter vor, den Fokus in seinen Empfehlungen auf die Potentiale dieser Methoden zu legen.

„Vom Messen und gemessen werden: Potentiale & Grenzen bibliometrischer Methoden“ ist ab sofort auch unter www.wissenschaftsrat.ac.at abrufbar.

Rückfragehinweis:

Mag. Nikolaus Possanner
Österreichischer Wissenschaftsrat
Liechtensteinstraße 22a
1090 Wien
nikolaus.possanner@wissenschaftsrat.ac.at

www.wissenschaftsrat.ac.at
Tel: 01/319 49 99 - 20

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