Wissenschaftsrat

Organisation

Der Österreichische Wissenschaftsrat setzt sich aus zwölf Mitgliedern aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft, insbesondere aus Wissenschaft und Kunst, aber auch aus Wirtschaft und Industrie, zusammen. Die Mitglieder sind sowohl inländische als auch ausländische, durch individuelle wie institutionelle Erfahrungen ausgewiesene Expertinnen und Experten. Vorsitzender ist Prof. Dr. Antonio Loprieno (Universität Basel), stellvertretende Vorsitzende sind Prof. Dr. Rainer Blatt (Universität Innsbruck) und Prof. Dr. Gabriele Kucsko-Stadlmayer (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte).

Die Geschäftsstelle unterstützt den Wissenschaftsrat in seiner Arbeit

Arbeitsweise

Der Österreichische Wissenschaftsrat erarbeitet Analysen, Stellungnahmen und Empfehlungen. Diese werden veröffentlicht. Alle drei Jahre legt der Wissenschaftsrat dem Nationalrat einen Tätigkeitsbericht vor.

Der Österreichische Wissenschaftsrat versteht sich, legitimiert durch seine internationale und fachliche Zusammensetzung, als unabhängiges, sachkundiges Beratungsorgan mit dem Recht zur Eigeninitiative und dem Ziel der Optimierung des österreichischen Hochschul- und Wissenschaftssystems, speziell des Universitätssystems.

Angesichts von nunmehr 21 autonomen Universitäten sieht sich der Österreichische Wissenschaftsrat als unabhängiger Berater und Vertrauen stiftender Mittler, der die Angelegenheiten der Universitäten und des gesamten tertiären Systems im Auge behält und sich Fehlentwicklungen in Form einseitiger Profillagen, ungerechtfertigter Abhängigkeiten oder struktureller Mängel entgegenstellt. Die Aufgaben speziell der Universitäten sind sowohl in wissenschaftlicher als auch in institutioneller Perspektive stets neu zu überdenken, und zwar im Umfeld anderer Wissenschaftseinrichtungen des tertiären Sektors (z.B. Fachhochschulen, Institute der Österreichischen Akademie der Wissenschaften).

Die Universitäten zeichnen sich durch die institutionelle Verbindung von Forschung und Lehre sowie durch die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. In einer „aufgeklärten Wissensgesellschaft vollziehen sie das Streben nach Bildung und Autonomie des Individuums durch Wissenschaft“ und tragen allgemein zur „Lösung der Probleme der Menschen“ bei (§ 1 UG 2002). Auch dieser Aufgabenstellung sucht der Wissenschaftsrat durch seine Stellungnahmen und Empfehlungen zu entsprechen.