Wissenschaftsrat

Qualitätsstandard oder leeres Ritual? Begutachtungen in der Diskussion

08/11/2018

Begutachtungen sind im Wissenschaftsbetrieb heute allgegenwärtig. Förderer und Zeitschriftenredaktionen, Instituts- und Hochschulleitungen, Berufungs- kommissionen und Jurys sowie viele weitere Stellen legen Entscheidungen unterschiedlichster Tragweite Gutachten von Wissenschaftlerinnen und Wissen- schaftlern zugrunde. Das gesamte Begutachtungswesen – oft als peer review bezeichnet – ist in den letzten Jahren jedoch zunehmendem Druck ausgesetzt: Die Nachfrage und damit verbundene Erwartungen an die Leistungen von Gutach- terinnen und Gutachtern sind deutlich gewachsen. Aber ist eine stete Zunahme von Begutachtungen im Wissenschaftsbetrieb unvermeidlich? Wächst die Gruppe der Gutachtenden in gleichem Maße und wird sie auf ihre Aufgaben ausreichend vorbereitet?

Welche Rolle Begutachtungen für die Qualitätssicherung und Ressourcenverteilung im Wissenschaftsbetrieb spielen und wie sich die Wissenschaft unter zunehmendem Druck verändert, ist nicht nur aus der Innenperspektive von Interesse. Auch für die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft in der Öffentlichkeit kann dies Folgen haben.

Neben einer Bestandsaufnahme des Begutachtungswesens, seiner Effekte und Defekte werden im Rahmen dieser Tagung auch neuere Ansätze diskutiert. Ziel ist es, die vielfältige Nutzung von Begutachtungen zu refektieren, Grenzen aufzuzeigen und Impulse für ihre Weiterentwicklung zu geben.

Programm
Präsentation Dr. König
Präsentation Prof. Loprieno
Präsentation Dr. Simon
Präsentation Prof. Brockmeier


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